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Die Arbeit der Evangelischen Jugend Chemnitz - auch Ev.-Luth. Jugendpfarramt Chemnitz - richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen der Stadt Chemnitz sowie des Umlandes, entsprechend der Grenzen des Kirchenbezirkes.

Die Kinder und Jugendlichen, die an den inhaltlichen Angeboten der kirchlichen Jugendarbeit teilnehmen, sollen mit dem christlichen Glauben in der gegenwärtigen Welt konfrontiert werden.

Die Kinder und Jugendlichen, die an den Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit teilnehmen, sollen außerdem in freizeitorientierten offenen Angeboten unter sozialpädagogischer Begleitung dazu befähigt werden, im Prozeß des Erwachsenwerdens sich zu einer freien und eigenständigen Persönlichkeit entwickeln zu können.

Dabei spielen bei beiden Arbeitszweigen die folgenden Teilziele eine wichtige Rolle:

  • Evangelische Jugendarbeit setzt sich zum Ziel, junge Menschen bei ihren Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Suche nach eigener Orientierung zu begleiten und altersspezifische Lebenshilfe zu geben, damit sie in der Gesellschaft mündig werden und Achtung vor Andersdenkenden einüben können.
  • Aus dem Selbstverständnis der Evangelischen Jugendarbeit heraus, soll den Jugendlichen in enger Beziehungsarbeit Lebensbegleitung unter dem christlichen Menschenbild erfahrbar gemacht werden. Sie sollen in die Diskussion mit christlichen Wertvorstellungen gestellt werden.
  • Evangelische Jugendarbeit möchte Jugendliche zur Auseinandersetzung mit der säkularisierten und religiösen Umwelt anleiten, über ökumenische Fragen und außerchristliche Religionen und Lebensformen informieren und in der Begegnung mit dem christlichen Glauben Wege zu einem eigenen Glauben aufzeigen. Jugendliche sollen dabei ermutigt werden, aus ihrem Glauben und Denken zu gesellschaftlichen und ethischen Problemen kritisch Stellung zu nehmen sowie selbst initiativ zu werden.
  • Evangelische Jugendarbeit hat die Verpflichtung, Fragen und Antworten ernst zu nehmen, die eigene Lebenserfahrungen und -vorstellungen hinterfragen. Methodisch ist daher die Jugendarbeit bedürfnis- und problemorientiert anzugehen. Kirche muß experimentell sein - immer auf der Suche nach neuen Wegen der Vermittlung von Glaubensinhalten. Sie muß offen und solidarisch sein, ist einem ständigen Wandlungsprozeß unterlegen.
  • Durch regelmäßige Veranstaltungen mit kulturellen, gruppen- und erlebnisorientierten, sowie sozialen und lebensweltbezogenen Inhalten sollen die Jugendlichen zu vielfältiger Freizeitgestaltung, zur Selbstreflexion und bewußter Lebensplanung angeregt und befähigt werden.
  • Jugendliche sollen in konkreten Fällen durch Fachpersonal Lebenshilfe und Beratung erfahren.
  • Als präventives Anliegen sollen Jugendliche die Tragweite im Umgang mit Suchtmitteln einschätzen und die Hintergründe eigenen Suchtverhaltens generell reflektieren lernen.

 

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